Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes zu Schadensersatz bei Baumängeln

Am 22.03.2018 ist ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes (Az. VII ZR 46/17 = BeckRS 2018, 2537) zur Berechnung von Schadenersatzansprüchen bei Baumängeln ergangen. Bisher wurden für die Berechnung von Schadenersatzansprüchen wegen Baumängeln grundsätzlich die Nachbesserungskosten als Maßstab für die Höhe des Schadenersatzanspruches zugrundgelegt. Dieser Maßstab galt auch dann, wenn der Auftraggeber die Mängel tatsächlich nie beseitigen ließ. Nach dem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofes kann der Auftraggeber in derartigen Fällen nur noch den Minderwert des Bauwerkes im Vergleich zu dem hypothetischen Wert des Bauwerks im mangelfreien Zustand als Schadenersatz verlangen. Alternativ dazu ist eine Minderung möglich, die aber die Vergütung des Auftragnehmers nicht überschreiten kann.